Wenn kanadische Studenten eine 3 Monate alte Katze in die Waschmaschine stecken.

Wenn Jugendliche in Freiburg mit einem Igel Fußball spielen und ihn anschließend auf einem Zaunpfahl aufspießen.

Wenn ich Filme wie “Blackbook” und “City of God” ansehe und mir klar machen muss, das nicht alles, was man im Fernsehen sieht, erfundene Geschichten sind.

Wenn ich das Buch “Der Medicus” an der Stelle weglege, an der sie den Bären qualvoll hinrichten, weil ich es einfach nicht weiter ertragen kann.

Wenn ein neunjähriges Mädchen umgebracht wird.

Ich verstehe nicht, wie es in unserem Sozialsystem so viele Nutzniesser geben kann, die auf Kosten anderer leben und nicht bereit sind, ihren Teil beizutragen.

Ich verstehe nicht, wie man Tausende kleiner Felltiere halten kann, die man nach wenigen Monaten vergast, um ihnen dann das Fell über die Ohren zu ziehen und es zu verkaufen.

Wenn ich zusehe wie verschwenderisch viele Menschen mit Ressourcen umgehen, ohne darüber nachzudenken, wie unser Planet für zukünftige Generationen aussehen wird. Wenige Jahrhunderte, in denen wir es geschafft haben, unseren Planeten herunterzuwirtschaften.

Das systematische Unterwerfen und Ausmerzen von Tierarten. Massenhaltung. Tiertransporte.

Mein Vater hat in meiner Kindheit mal zu mir gesagt, dass wir auch nur Tiere sind. Wir sind einfach anders, als andere Tiere. Diese Aussage von ihm hat mich geprägt. Und mein Verständnis vom Leben. Meine Wertschätzung gegenüber dem Leben. Das ist der Grund, warum ich Hemmungen habe, eine Stechmücke zu erschlagen. Es ist Leben.

Heute weiß ich, dass der Tod zum Leben dazu gehört. Wir werden geboren, wir leben und wir sterben. Und manche Tierarten sind darauf ausgerichtet, dass viel produziert wird und es auch viele Verluste gibt. Das finde ich heute nicht mehr schlimm. Die Frage ist nur, ob wir Menschen immer über Leben und Sterben von Tieren entscheiden sollten. Ich finde das natürliche Gleichgewicht ist hier nicht mehr gegeben.

Einstein hat einmal gesagt: “Zwei Dinge sind unendlich – Das Universum und die Dummheit der Menschen. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht so sicher.” Heute glaube ich zu verstehen, was er gemeint hat.

Und jetzt frage ich euch nochmal: Ist die Welt wirklich ein Ponyhof? Ich habe meinen Glauben an das Gute im Menschen verloren. Ich habe gedacht, jeder Mensch besitzt eine natürliche Vernunft und einen natürlichen Sinn für Gerechtigkeit. Heute weiß ich, dass es nicht so ist.